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EC-Final Tolmezzo (ITA)

In diesem Jahr fand der Europacup Final im italienischen Tolmezzo statt. Vor 10 Jahren hatte ich genau in diesem Schiessstand meinem ersten internationalen Einsatz über 300m. Eine Schiessanlage für die der Wind schon fast ein Fremdwort ist. Dadurch sind auch immer wieder sehr hohe Resultate gefordert.

Bei sehr schönem Wetter starteten wir am Donnerstag um 13:00 Uhr zum 3-Stellungsmatch. Das Starterfeld war im Vergleich zu den letzten Jahren sehr gut Besetzt. 

Kniend benötigte ich im Vergleich zu den meisten Schützinnen viel Zeit. Für die 195 Punkte hat es sich jedoch gelohnt zu kämpfen. Liegend benötigte ich sehr viele Probe Schüsse. Und auch in den 20 Wettkampfschüssen hatte ich etwas mit den grellen Scheiben zu kämpfen, so dass ich mich mit 196 im Liegend zufrieden geben musste. Auch stehend war es nicht gerade der einfachste Wettkampf. Jeder einzelne Schuss war ein richtiger Kampf. Das zeigte auch das Ergebnis von 189 Punkten. Total erreichte ich zwar 580, das dies bei solchen Bedingungen und bei diesem hochkarätigen Feld nicht ganz noch vorne reichen würde, war mir sofort klar. So war es dann auch. Mit 580 Punkten klassierte ich mich auf dem 6. Rang. Auf den 3. Rang fehlte mir gerade mal 1 Zähler. Mit der Rangierung bin ich natürlich nicht ganz zufrieden. Nach meinem harten Sommer und meiner Vorbereitung muss ich jedoch mit dem Resultat und meiner Leistung zufrieden sein.

Am nächsten Morgen starteten wir zum Liegendmatch. Mit 99 und 100 startete ich sehr gut. In der dritten Passe musste ich 4 knappe Neuner akzeptieren. Ich konnte mich jedoch wieder fangen und die vierte Passe mit 100 weiter schiessen. In den letzten 20 Schüssen erreichte ich 99 und 98 Punkte. Das Total von 592 reichte mir dank mehr Mouchen zum guten 3. Rang. Ich durfte also zum Abschluss dieser Saison nochmals auf das Podest steigen.

Somit geht meine 300m Saison zufrieden stellend zu Ende. An den Europacups konnte ich voll und ganz überzeugen. Ich stand bei jedem Anlass, an dem ich antreten durfte auf dem Podest. Zweimal sogar zuoberst. 

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CH-Meisterschaft 50m/300m

Nach den vielen Medien Mitteilungen über meine nicht Teilnahme an der EM wusste ich von Anfang an, dass diese Schweizermeisterschaften für mich Mental sehr schwierig werden würden. Da ich die ganze Woche in Thun am Truttmann Stand präsent war, wurde ich sehr viel auf dieses Thema angesprochen. 

Im 3-Stellungsmatch 50m konnte ich mich locker für den Final der besten acht qualifizieren. Nach einem super Start in diesem Final musste ich mit einem schlechten 13. Schuss kniend meine Führung abgeben. Da ich Liegend sehr viele tiefe 10er hatte, konnte ich auch nicht wieder entscheidend aufholen. Meine guten Schüsse im Stehend brachten mich wieder etwas näher an die Konkurrenz heran. Schlussendlich reichte es aber trotzdem nur zum 7. Rang.

Im Liegendmatch 300m hatte ich aus dem Vorjahr einen 3. Rang zu verteidigen. Ich konnte schon die ganze Saison im Liegendmatch gute Resultate erzielen und das war für mich auch eine grosse Motivation. Dieser Wettkampf war für mich Kopf Technisch sehr schwierig. Dennoch konnte ich am Schluss mit einem guten Resultat von 593 Punkten aufstehen. Diese Punktzahl reichte für den 3. Rang. Da es für mich ein riesen Kampf war freute ich mich sehr über diesen Podestplatz.

Mein letzter Einsatz war am Freitag Morgen der 3-Stellungsmatch 300m. Kniend verlor ich in der ersten Passe schon sehr viele Punkte, so dass ich au mit den 97 Punkten aus den 2. 10 Schuss nur auf 189 Punkte kam. Im Liegend war mir von Anfang an klar dass ich mindestens 199 schiessen muss um noch irgendwie eine Chance auf einen Podestplatz zu haben. Nach 14 Zehnern sah dies auch noch sehr gut aus. In den letzten Schüssen verlor ich total den Faden. Auf dem Monitor standen nach 20 Schüssen 196 Punke. Für das Stehend zum Abschluss hiess es jetzt Alles oder Nichts. Schon in den Probeschüssen ging der Kampf weiter und ich konnte auch hier meine Bestleistung nicht abrufen. Zum Schluss musste ich mich mit 572 Punkten und dem 5. Rang zufrieden geben. Das war für mich eine klare Enttäuschung. Was sich jedoch mit etwas Distanz zum Wettkampf auch erklären lässt. Meine Vorbereitung und auch meine Einstellung im Kopf war diese Saison sicherlich auch schon besser gewesen. 

Nidwaldner Medaillen Gewinner

 

Europameisterschaften 50m/300m in Baku (AZE)

Nach sehr vielen Trainings und Vorbereitungswettkämpfen war ich für diese EM bestens gerüstet.
Ich qualifizierte mich für die beiden Wettkämpfe 300m liegend und 300m Dreistellung.
Leider musste ich eine Woche vor der Europameiterschaft erfahren, dass mit der Anmeldung
für diesen Anlass etwas schieff gelaufen war. Dies war eine sehr bittere Enttäuschung für mich.
Hier findet Ihr noch einmal die Berichte aus den Zeitungen:

Aargauer Zeitung vom 26. Juli 2017

Wegen eines Meldefehlers kann die Nidwaldner 300-Meter-Schützin Marina Schnider in
Baku nicht antreten. Ob die 300-Meter-Disziplinen überhaupt durchgeführt werden können,
ist allerdings noch unklar. Die Reglemente des Internationalen Schiesssportverbands sind
kompliziert. Das gilt auch für die Anmeldemodalitäten für Wettkämpfe. Dies wurde dem
Schweizer Team nun zum Verhängnis. Aufgrund eines Fehlers des Schweizer
Schiesssportverbands steht die Nidwaldner 300-m-Schützin
und Medaillenhoffnung Marina Schnider nicht auf der Meldeliste für die
Europameisterschaften in Baku (Aserbaidschan). Wie der Schweizer Schiesssportverband
am Dienstag mitteilte, hätte er bis am 21. Juni, noch vor Beendigung der Selektionswettkämpfe
in den nicht-olympischen Disziplinen, die Athletinnen und Athleten  melden müssen.
Danach waren bis am 17. Juli Korrekturen möglich. Bei diesem Vorgang sei der
Fehler passiert: Schnider wurde nicht korrekt erfasst und ist deshalb offiziell nicht startberechtigt.
«Ich bin masslos enttäuscht, zumal ich die ganze Saisonplanung auf die
Europameisterschaft ausgerichtet habe», sagt Schnider auf Anfrage.
Auch wenn sie nicht anders kann, als die Hiobsbotschaft zu akzeptieren, nagt der Vorfall immer noch an ihr.
«Eigentlich habe ich keine Worte für das Versäumnis des Verbandes.»
Sie hoffe, dass die Verantwortlichen die Lehren aus diesem Vorfall ziehen. Sie werde nun
nicht nach Baku zum Team reisen und dafür mehr Ferien machen – auch um «den Kopf durchzulüften»,
wie sie sagt.

Die Teamleaderin der 300-m-Gewehrschützinnen stünde erst ab Samstag im Einsatz.
Doch Nachmeldungen sind keine möglich – auch im Verletzungsfall nicht. Man habe alle Hebel
in Bewegung gesetzt, um Schniders Start noch zu ermöglichen, schreibt der Verband.
«Auch ein formaler Protest wurde in Erwägung gezogen. In mehreren vergleichbaren Fällen
waren diese aber allesamt chancenlos.»

 

Blick vom 26.07.2017

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Marina Schnider zählte zu den grossen Schweizer Medaillenhoffnungen bei der EM in Baku.
Allerdings wird sie nie abdrücken können.

Man hält die Geschichte eigentlich nicht für möglich. Auf der einen Seite steht Marina Schnider (31).
Die Schützin aus Ennetbürgen NW zählt über 300 m zu den Besten ihres Fachs. Das grosse Ziel der Nidwaldnerin:
Eine Medaille bei der Europameisterschaft in Baku (Aser). Doch nun dies: Schnider darf nicht an den
Wettkämpfen teilnehmen. Warum? Ganz einfach:
Der Schweizer Schiesssportverband die 31-Jährige für die Wettkämpfe falsch angemeldet. 

Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport, sagt: «Ich bedaure das sehr und es tut mir sehr leid für Marina.»
Aber was ist genau passiert? Burger: «Eine Mitarbeiterin hat die Anmeldung ausgefüllt, am Ende aber vergessen,
ein «x» an einer entscheidenden Stelle zu machen. Dass der Internationale Schiessverband nun keine Gnade walten lässt,
ist für mich mangelndes Fingerspitzengefühl.»

Tatsächlich ist die Anmeldeprozedur für so einen Anlass kompliziert. Gleichzeitig erkannte der Verband
schon im Mai dieses Jahres eigene «Mängel beim Wettkampfmanagement». Daraufhin habe man «sofort Massnahmen ergriffen»,
wobei diese erst «ab der neuen Schiesssportsaison (ab 1. Oktober 2017) greifen.» Konkret heisst dies: Das «sofort» war für
Schnider nicht schnell genug. Sie selbst sagt nur: «Da ich immer noch sehr enttäuscht darüber bin, was passiert ist,
möchte ich keine Auskunft geben.»

 

 

Europacup Thun

Der Europacup in Thun war für mich von sehr grosser Bedeutung. Einerseits zählte der EC zur EM-Quali und auf der anderen Seite ist es der letzte grosse Wettkampf, mit sehr starker Beteiligung, vor der EM und dem EC-Final.

Im 3-Stellungsmatch konnte ich trotz Nervosität mit 97/100 sehr stark beginnen. Schon die Wochen zuvor fühlte ich mich in der Kniend Stellung endlich viel sicherer. Dies zahlte sich jetzt auch im Wettkampf aus. In den 20 Schüssen liegend musste ich auch nur eine 9 akzeptieren und durfte mich über 199 Punkte freuen. Mit 191 Punkten im Stehend kam ich auf das super Resultat von 587 Punkten. Das bedeutete für mich den Sieg im 3-Stellungsmatch. Somit konnte ich auch den zweiten 3x20 Wettkampf, an meinem zweiten Einsatz, an einem Europacup in diesem Jahr gewinnen. 

In der Elimination des Liegendmatches schoss ich für unser Team gute 592 Punkte. Leider landeten wir auf dem 4. Rang da wir im Team noch einen Scheibenfehler zu verzeichnen hatten. 

2 Stunden später starteten wir zum 2. Liegendmatch. Ich konnte mich nochmals um einen Zähler steigern und klassierte mich mit 593 Punkten im 6. Rang.

Mit diesen guten Resultaten sicherte ich mir auch ganz klar den Startplatz für die Europameisterschaften in Baku.

 

Thun Kniend  Medaillen Thun

Europacup Lahti (FIN)

Nach sehr vielen Luftgewehr und Kleinkaliber Wettkämpfen in diesem Frühling, startete ich am 16. Juni zu meinem ersten Europacup Einsatz über 300m in diesem Jahr.

Da der Wettkampf in einem meiner Lieblingsländern stattfand und ich zugleich auch in Lahti vor 3 Jahren den Schweizerrekord im 3x20 aufgestellt hatte, startete ich mit sehr viel Freude und Selbstvertrauen in diesen Wettkampf.

In den 20 Schüssen kniend, konnte ich für mich akzeptable 191 Punkte verbuchen. Da während des ganzen Wettkampfes immer wieder Licht-und Windwechsel herrschten, war ich mit meinen 198 Punkten im Liegend sehr zufrieden. Im abschliessenden Stehend Programm startete ich mit 98 Punkten sehr stark. In der 2. Passe konnte ich mir dann trotz aufkommender Nervosität nochmals gute 95 Punkte notieren lassen. Mit dem Endresultat von 582 Punkten war ich sehr zufrieden. Als mir bewusst wurde, dass ich diesen Wettkampf mit 12 Punkten Vorsprung auf die 2. Platzierte gewonnen hatte, war ich sehr stolz und erleichtert. In der Team Wertung sicherte ich mir zusammen mit Fabienne Füglister und Myriam Brühwiler ebenfalls die Gold Medaille.

2 Tage später starteten wir zum Liegendmatch. Zuerst schossen wir die Elimination, dieses Resultat wurde dann für die Team Wertung gezählt. Mit meinen 591 Punkten war ich fürs Erste zufrieden. Auch während diesem Wettkampf hatten wir mit teilweise sehr starkem Wind und ebenfalls Lichtwechsel zu kämpfen. Im Team sicherten wir uns den 3. Rang. 3 Stunden später starteten wir zum Hauptwettkampf. Hier konnte ich nochmals zulegen. Mit den Passen 100,100,98,99,100,99 und einem Total von 596 Punkten, holte ich mir auch im Liegendmatch den Sieg.

Das war ein super Auftakt in meine 300m Saison!

 

 Marina Europacup 2017

  

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