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Europameisterschaften 50m/300m in Baku (AZE)

Nach sehr vielen Trainings und Vorbereitungswettkämpfen war ich für diese EM bestens gerüstet.
Ich qualifizierte mich für die beiden Wettkämpfe 300m liegend und 300m Dreistellung.
Leider musste ich eine Woche vor der Europameiterschaft erfahren, dass mit der Anmeldung
für diesen Anlass etwas schieff gelaufen war. Dies war eine sehr bittere Enttäuschung für mich.
Hier findet Ihr noch einmal die Berichte aus den Zeitungen:

Aargauer Zeitung vom 26. Juli 2017

Wegen eines Meldefehlers kann die Nidwaldner 300-Meter-Schützin Marina Schnider in
Baku nicht antreten. Ob die 300-Meter-Disziplinen überhaupt durchgeführt werden können,
ist allerdings noch unklar. Die Reglemente des Internationalen Schiesssportverbands sind
kompliziert. Das gilt auch für die Anmeldemodalitäten für Wettkämpfe. Dies wurde dem
Schweizer Team nun zum Verhängnis. Aufgrund eines Fehlers des Schweizer
Schiesssportverbands steht die Nidwaldner 300-m-Schützin
und Medaillenhoffnung Marina Schnider nicht auf der Meldeliste für die
Europameisterschaften in Baku (Aserbaidschan). Wie der Schweizer Schiesssportverband
am Dienstag mitteilte, hätte er bis am 21. Juni, noch vor Beendigung der Selektionswettkämpfe
in den nicht-olympischen Disziplinen, die Athletinnen und Athleten  melden müssen.
Danach waren bis am 17. Juli Korrekturen möglich. Bei diesem Vorgang sei der
Fehler passiert: Schnider wurde nicht korrekt erfasst und ist deshalb offiziell nicht startberechtigt.
«Ich bin masslos enttäuscht, zumal ich die ganze Saisonplanung auf die
Europameisterschaft ausgerichtet habe», sagt Schnider auf Anfrage.
Auch wenn sie nicht anders kann, als die Hiobsbotschaft zu akzeptieren, nagt der Vorfall immer noch an ihr.
«Eigentlich habe ich keine Worte für das Versäumnis des Verbandes.»
Sie hoffe, dass die Verantwortlichen die Lehren aus diesem Vorfall ziehen. Sie werde nun
nicht nach Baku zum Team reisen und dafür mehr Ferien machen – auch um «den Kopf durchzulüften»,
wie sie sagt.

Die Teamleaderin der 300-m-Gewehrschützinnen stünde erst ab Samstag im Einsatz.
Doch Nachmeldungen sind keine möglich – auch im Verletzungsfall nicht. Man habe alle Hebel
in Bewegung gesetzt, um Schniders Start noch zu ermöglichen, schreibt der Verband.
«Auch ein formaler Protest wurde in Erwägung gezogen. In mehreren vergleichbaren Fällen
waren diese aber allesamt chancenlos.»

 

Blick vom 26.07.2017

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Marina Schnider zählte zu den grossen Schweizer Medaillenhoffnungen bei der EM in Baku.
Allerdings wird sie nie abdrücken können.

Man hält die Geschichte eigentlich nicht für möglich. Auf der einen Seite steht Marina Schnider (31).
Die Schützin aus Ennetbürgen NW zählt über 300 m zu den Besten ihres Fachs. Das grosse Ziel der Nidwaldnerin:
Eine Medaille bei der Europameisterschaft in Baku (Aser). Doch nun dies: Schnider darf nicht an den
Wettkämpfen teilnehmen. Warum? Ganz einfach:
Der Schweizer Schiesssportverband die 31-Jährige für die Wettkämpfe falsch angemeldet. 

Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport, sagt: «Ich bedaure das sehr und es tut mir sehr leid für Marina.»
Aber was ist genau passiert? Burger: «Eine Mitarbeiterin hat die Anmeldung ausgefüllt, am Ende aber vergessen,
ein «x» an einer entscheidenden Stelle zu machen. Dass der Internationale Schiessverband nun keine Gnade walten lässt,
ist für mich mangelndes Fingerspitzengefühl.»

Tatsächlich ist die Anmeldeprozedur für so einen Anlass kompliziert. Gleichzeitig erkannte der Verband
schon im Mai dieses Jahres eigene «Mängel beim Wettkampfmanagement». Daraufhin habe man «sofort Massnahmen ergriffen»,
wobei diese erst «ab der neuen Schiesssportsaison (ab 1. Oktober 2017) greifen.» Konkret heisst dies: Das «sofort» war für
Schnider nicht schnell genug. Sie selbst sagt nur: «Da ich immer noch sehr enttäuscht darüber bin, was passiert ist,
möchte ich keine Auskunft geben.»

 

 

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